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Leseprobe

3. Oranger Gürtel

Willkommen auf der Stufe des orangenen Gürtels und herzlichen Glückwunsch. Ab jetzt wird das Training wesentlich erotischer! Und endlich kannst du zusätzlich auch deine Partnerin mit einbeziehen, die vielleicht schon ungeduldig darauf wartet. Aber auch ohne Partnerin kommen wir ab jetzt zu wesentlich lustvolleren Übungen. Versprochen!

Um den größtmöglichen Gewinn aus körperlicher Lust zu ziehen, müssen wir uns dem eigenen Körper widmen. Nur wenn wir die verschiedenen Möglichkeiten der Luststeigerung kennen, können wir - mit und ohne Partner - erotische Höhenflüge erleben. Deshalb gilt dieses Kapitel der sinnlichen Berührung.

Sinnliche Berührung

In unserer schnelllebigen Zeit suchen wir schnelle Befriedigung. Wenn wir hungrig sind, dann essen wir schnell einen Burger, und wenn wir erregt sind, dann schieben wir einen Quickie ein oder spielen eine Runde Taschenbillard. So befriedigend Fast Food manchmal auch sein kann, so wichtig ist es auch, sich gesund zu ernähren. Frische Gewürze und Zutaten bester Qualität brauchen in der Zubereitung etwas Zeit, um zu einem kulinarischen Genuss zu werden. Die Befriedigung, die daraus resultiert, ist aber ungleich größer als die, die der Burger verspricht. Wenn wir bereits zu sehr an Fast Food oder Hausmannskost gewöhnt sind, brauchen unsere Geschmacksknospen ein wenig Übung, um wieder sensibel für die facettenreichen Genüsse zu werden.

Die Übungen zur sinnlichen Berührung tun genau dies für die Tastsinne. Über die bewährten Burger hinaus soll dein Sinn  für fremdartige Leckereien geschärft werden - in diesem Fall ungewohnte Berührungen.

In unserer Gesellschaft mit dem Bild des „harten Kerls“ gilt es als verweichlicht, Körper und Sinne zu sensibilisieren und zu verwöhnen. Dabei ist dieses Vergnügen genauso männlich wie die Qual - nur sehr viel angenehmer.

Es geht in diesen Übungen nicht um Erregung. Damit beschäftigen wir uns beim grünen Gürtel. Hier steht der Genuss im Vordergrund. Diese Übung macht besonders mit Partner Spaß, weshalb die Partnerübung (Kumite) zuerst aufgeführt ist.

Kumite - Windhauch

Für diese Partnerübung solltet ihr euch eine gute Stunde Zeit nehmen. Es wird eine prickelnde Stunde werden, das kann ich euch jetzt schon versprechen! Nur gut, dass wir hier kein Karate üben, denn es teilt immer einer aus, während der andere einsteckt. Beruhigend, dass es dabei um Streicheleinheiten geht und nicht um Schläge.

Grundsätzlich ist also einer der Partner der aktive Teil (Geber), während der andere passiv bleibt (Empfänger) und sich den Berührungen hingibt. Nach 20 Minuten wird dann gewechselt, so dass beide Partner auf ihre Kosten kommen und beide Seiten kennen lernen.

Bei dieser Übung solltet ihr auf Musik verzichten, damit ihr euch voll auf die Berührungen konzentrieren könnt. Als Dojo schlage ich Euch das Schlafzimmer vor. Macht es euch auf dem Bett bequem, wobei sich der Empfänger vorerst auf den Bauch legt. Hat dieser eine bequeme Position gefunden, sollte er sie bis zum nächsten Schritt beibehalten. Ihr könnt Öl oder Gleitgel verwenden, so viel ihr wollt, es geht aber auch ohne.

Der Geber beginnt mit langsamen, sinnlichen Berührungen, die den ganzen Körper erfassen sollten. Von sanftem Druck mit den Fingerspitzen auf dem Kopf bis zu langen, streichelnden Bewegungen die Beine hinab. Du kannst den Namen der Übung auch mal wörtlich nehmen und einen Windhauch über den Körper streifen lassen. Aber bitte benutze dazu deinen Mund und keine anderen Körperöffnungen. Wenn die Rückseite versorgt ist, sollte sich der Empfänger mit leicht gespreizten Beinen auf den Rücken legen, eine bequeme Position finden und diese beibehalten.

Beide Partner konzentrieren sich voll und ganz auf die Berührungen und die dadurch ausgelösten Empfindungen. Der Empfänger sollte dafür die Augen schließen und die Konzentration voll auf die Stelle richten, an der die Berührung stattfindet. Der Körper sollte dabei vollkommen entspannt sein. Merkt der Geber, dass die Aufmerksamkeit schwindet oder sich der Körper verspannt, sollte er ein vorher vereinbartes Entspannungssignal geben. Dieses könnte z.B. ein sanftes Klopfen oder Drücken sein. Merkt der Empfänger, dass seine Konzentration abschweift - entweder selbst oder durch das Signal des Partners - richtet er die Aufmerksamkeit wieder auf die Stelle, an der die Berührung stattfindet. Aber auch der Geber sollte sich voll auf die Berührungen konzentrieren. Er kann den Anblick genießen, der sich ihm bietet, und sich bewusst machen, wie sich der Kontakt anfühlt.

Die Erkundung sollte grundsätzlich von außen nach innen stattfinden. Sind Kopf, Gesicht, Hände, Füße, Arme, Beine, Brust und Bauch versorgt, kann mit einer sanften Massage der Genitalien begonnen werden. Ich muss noch mal betonen, dass es bei der Übung nicht auf einen Orgasmus ankommt. Es ist ok, wenn du eine Erektion bekommst, aber sie ist nicht das Ziel. Sei dir im Klaren, dass du sie nicht verwenden wirst, dann baut sich kein unangenehmer Druck auf. In dieser Übung ist sprichwörtlich der Weg das Ziel.

Es gibt ein paar Tipps dazu, wie man eine Frau berührt. Die Berührungen sollten in enger werdenden Kreisen um besonders sensible Bereiche durchgeführt werden. So kannst du z.B. zuerst die Brust großflächig umkreisen, bevor du dich mit streichelnden Bewegungen an die Brustwarzen herantastest.

Da der Empfänger die Augen geschlossen hält, kann es einen Schauer verursachen, wenn ein unerwartet großer Abstand zwischen einzelnen Berührungen liegt. Wenn du z.B. für 1-3 Sekunden über das Schlüsselbein fährst und dann an die Innenseite des Oberschenkels springst, ist dies für die Frau äußerst prickelnd. Nutze diese Technik als Variation, aber gebrauche sie nicht inflationär.

Weiterhin lieben manche Frauen es, wenn die Finger wie ein Windhauch über Kniekehlen und Armbeugen gleiten. Andere Frauen hingegen empfinden dies als unangenehm kitzelig. Aber die Übung ist ja genau darauf ausgelegt herauszubekommen, was dir und deiner Partnerin am besten gefällt.

Du darfst bei dieser Übung deinen Partner vollständig erkunden, also auch von innen. Achte jedoch auf die Signale des anderen, damit du merkst, wenn eine Berührung unangenehm ist. Sei weich und zärtlich und achte auf deine eigenen Gefühle, sowohl als Empfänger wie auch als Geber. Reden solltest du während der gesamten Übung nur, wenn dir etwas unangenehm wird.

Wenn ihr in beide Rollen geschlüpft seid und euch gegenseitig so richtig verwöhnt habt, dann ist die Übung beendet. Was ihr jetzt miteinander anstellt bleibt euch überlassen und ich möchte es auch gar nicht wissen. Na ja, eigentlich würde es mich schon interessieren ...

1. Leseprobe: Der Weg zur Meisterschaft

 

 

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